Foto: fentjer
Foto: fentjer

„Anker“, „Check in“ und „Game on” - 08.08.26

Sinousxl – Thomas @ pixabay.de

Ich bin seit Jahren leidenschaftlicher Darts-Spieler. Es gilt der Modus 501 Punkte durch Treffer auf der Darts-Scheibe so schnell wie möglich auf genau 0 zu reduzieren. Der letzte Pfeil muss dabei immer ein Doppelfeld (äußerer Ring) oder das Bull’s Eye (Feld genau in der Mitte) treffen. Pro Aufnahme hat man drei Pfeile. Die geworfenen Punkte werden vom jeweils aktuellen Punktestand abgezogen. Der Durchgang wird nur gewonnen, wenn man exakt auf 0 Punkte kommt. Wirft man mehr Punkte als benötigt, dann ist der Wurf ungültig. Man hat sich überworfen (Bust) und der Punktestand wird dann auf den Wert vor dem Werfen der letzten drei Darts zurückgesetzt.

Die Herausforderung zum Schluss (Check Out) immer ein Doppelfeld treffen zu müssen (Modus Dobble out), bringt es mit sich, dass es sehr ungünstig ist, wenn man checken möchte, aber z.B. den Restwert 5, 7 oder 19 stehen hat. Dann ist eine Spielbeendung mit einem Pfeil nicht möglich. Man muss sich erst wieder gerade stellen auf eine Punktzahl, die durch 2 teilbar ist. Deshalb versuchte ich mir möglichst immer meine „Ankerzahlen“ 32 oder 40 (Tops) zu stellen. Falls ich das Doppelfeld 32 nicht treffe und mit dem Wurf  in das größere 16-Feld abrutsche, bleiben 16 übrig. Das ist dann auch wieder eine gerade Zahl zum Checken. Ebenso wie die nachfolgenden, falls ich wieder nur einfach statt das Doppelfeld treffe 8, 4 und 2 (Madhouse). Es gilt also beim Darts, das Umstellen vor dem Checken möglichst durch vorheriges Mitrechnen und genaues Zielen zu vermeiden. Passiert es doch, ist korrigieren angesagt, damit ich wieder auf einen mir vertrauten Check-Weg bin.

Auch in meinem Leben ist hier und da immer mal wieder wie beim Darts-Spiel Korrektur angesagt. Der „Anker“ ist hier die Hoffnung, für die Jesus Christus steht. Es ist „ein sicherer und fester Anker“ (Hebräer 6,19). Wie ein Anker dem Schiff, gibt er dem Leben Stabilität, gibt Halt, Orientierung, Hoffnung und Zuversicht und bewahrt vor dem haltlosen Treiben. Ein „Check in“ ist jederzeit möglich! Es ist wie beim Darts-Spiel zu Beginn: Einfach loslegen! Und dann immer wieder „Game on“!

Steffen Schmidt

Dipl.-Theol. / Prädikant

Lektorensprecher Ev.-luth. Kirchenkreis Rhauderfehn