Foto: fentjer
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14. Juni: Tag des Gartens - 13.06.2026

Foto: Engel

Am 14. Juni feiern wir den Tag des Gartens. Im Schöpfungsmythos der Bibel wird erzählt, dass es Leben und Menschsein auf dieser Erde überhaupt nur gibt, weil Gott als erster einen Garten angelegt hat. Den Paradiesgarten. Gott setzte den Menschen zum Bebauen und Bewahren in diesen Schöpfungsgarten hinein: Da wurde die Leidenschaft der Gärtner geweckt!

Heute treibt Gartenfreunde nicht nur die schiere Notwendigkeit an - wir können schließlich alles im Supermarkt kaufen. Aber Gärtnern in der Spur des ersten Gärtners am Beginn der Zeit bringt uns Menschen an eine Wurzel des Seins: Wir machen. Wir gestalten. Wir sind Teil der Natur und ganz bei uns. Das ist gut. Fast paradiesisch.

Und der Schöpfer hat ja nicht nur gerackert. Er machte am 7. Tag Pause und ruhte sich aus. Gut also, dass der Tag des Gartens auf einen Sonntag fällt. Ich erinnere mich gut an meine Besuche als Kind im Garten meiner Großeltern. Ich durfte am Johannisbeerstrauch sitzen und einfach nichts tun. Dabei tat ich ja etwas. Ich war da. Ich atmete. Ich roch. Ich sah die Sonne und die roten Beeren. Manche dieser Augenblicke haben sich für immer in meine Seele eingebrannt. Weil ich in ihnen ganz in der Welt und ganz bei mir war.

Diese Momente gelingen mir heute noch, wenn ich im Garten oder in einem Park auch mal nur dasitze, schaue, genieße…und mich freue. Geh aus, mein Herz, und suche Freud in dieser lieben Sommerszeit an deines Gottes Gaben…hat Pastor Paul Gerhard in sehr düsterer Zeit gedichtet. Herausfordernd und düster ist auch manches in unserer Gegenwart. Im Garten aber finde ich Schönheit – und sammle dort die Freude und die Kraft ein, die dann als Respekt und Einsatz für diese kostbare Welt weiterfließen. 

Genießen Sie den Tag des Gartens!

Ihre Sabine Schiermeyer,

Regionalbischöfin im Sprengel Ostfriesland - Ems