Foto: fentjer
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Fürchte dich nicht – 11.4.2026

Die meisten Ostereier sind längst verdaut. Ein paar Schokoladenhasen stehen vielleicht noch hier und da im Regal. Aber der meiste Osterschmuck ist schon wieder auf dem Dachboden verschwunden.

Bei uns waren wir gar nicht so recht dazu gekommen, Osterdeko aufzuhängen.Wir haben seit wenigen Wochen einen neuen Mitbewohner: Golden Retriever Welpe Willi. Einerseits verzückt er alle: „Oh, ist der süß!“ Ja, das ist er! Andererseits hätte die Osterdeko bei seinen Welpenzähnen wahrscheinlich auch nicht viel Überlebenschance gehabt…

Osterdeko: Um Weihnachten herum entdeckte ich tatsächlich noch ein paar  Ostereier, die in einem Garten an einem Apfelbaum hingen. Das fand ich zwar ungewöhnlich, aber irgendwie passend. Zum einen habe ich es als ein Zeichen dafür empfunden, dass Weihnachten und Ostern ganz eng zusammengehören. Denn erst im Osterlicht erkennen wir, welch besonderes Kind da wehrlos in der Krippe lag. Dieses Kind ist das Licht der Welt, das aufersteht gegen die Finsternis, um uns zu trösten, zu stärken, Hoffnung zu schenken für dieses Leben und eine Ewigkeit weit darüber hinaus.

Zum anderen erinnern mich die Ostereier im Apfelbaum  daran, dass Weihnachten und Ostern – Gott sei Dank! - viel mehr sind als „nur“ ein paar freie Feiertage. Sie entfalten ihre Kraft besonders dann, wenn wir sie das ganze Jahr hindurch mit uns nehmen. Aus diesem Grund steht ein kleiner Weihnachtsengel schon seit Jahren ununterbrochen auf der Kanzel in Völlen. Er steht für den Weihnachtsengel, aber auch für den Engel am offenen Grab. Beide verkünden: „Fürchte dich nicht!“

Sorgen und Ängste kennen wir nur zu gut, wem sage ich das...  Wir brauchen jeden Tag ganz viel Weihnachten und Ostern gegen die Furcht in unserem Leben. Ob nun mit Weihnachtsengel zu Ostern, ob nun mit Ostereiern im Apfelbaum oder auch ganz ohne Deko:  Mögen die Worte der Engel uns immer wieder stark machen, trösten, Zuversicht und Mut zum Handeln schenken: „Fürchte dich nicht!“