An diesem Samstag, 14. Februar ist Valentinstag. Manche Leute nutzen diesen Tag, um Blumen und andere schöne Dinge zu verschenken. Man nutzt die Gelegenheit, einem geliebten Menschen seine Liebe zu zeigen und hofft darauf, dass dieses Zeichen beim anderen ankommt und erwidert wird.
In einem Gesangbuchlied heißt es: „Liebe ist nicht nur ein Wort, Liebe, das sind Worte und Taten.“ Hier wird deutlich, dass echte Liebe den Menschen auch praktisch in Bewegung setzen wird.
Liebe möchte durch nette Gesten, Geschenke, tätige Hilfsbereitschaft, Zuhören und verschenkte Zeit ausgedrückt und wahrgenommen werden. Wie leicht geht die Liebe im Alltag von Selbstverständlichkeiten unter. Wie schnell fehlt uns die nötige Geduld im Umgang mit den Kindern, dem Ehepartner oder den Arbeitskollegen. Wie leicht verliert man sich in der Hektik des Tages aus dem Blick, und die Quelle der Liebe versiegt.
Liebe ist nicht automatisch so vorhanden, sondern sie fordert Einsatz, Kreativität, Treue und Kraft. In der Bibel sehen wir, dass Liebe „unser ganzes Herz, unsere ganze Hingabe, unsere ganze Kraft und den ganzen Verstand“ fordert (Lk 10,27).
Liebe kostet uns etwas, sie bedeutet Einsatz und geht auch durch Schwierigkeiten und leidvolle Situation hindurch und ist dabei von unschätzbarem Wert.
Der Apostel Paulus sagt: „Die Liebe ist geduldig und freundlich. Sie ist nicht verbissen, sie prahlt nicht und schaut nicht auf andere herab (…). Sie freut sich nicht am Unrecht, sondern freut sich, wenn die Wahrheit siegt“ (1 Kor 13).
Liebe ist das größte Geschenk, das sich kein Mensch selbst machen kann. Echte Liebe kann sich nur freiwillig verschenken, kann nicht erzwungen oder kommandiert werden.
Wenn wir die Nachrichten tagtäglich hören, leidet unsere Welt an einem Mangel an Liebe. Wir hören viel von Sympathie, Solidarität und Toleranz. Die Bibel geht weit darüber hinaus. Was wir benötigen ist Nächstenliebe, die Grenzen von Scheitern, Schuld und Hass überschreitet.
Das Vorbild dieser Liebe finden wir bei Gott. Er hat „diese Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hergab“ (Joh 3,16). An Weihnachten hat Gottes Liebe Hand und Fuß bekommen. In Christus ist Gottes Liebe in Tat und Wort sichtbar geworden. Im Leiden und Sterben von Jesus Christus am Kreuz erweist sich seine Liebe, die uns von Schuld rettet und ewiges Leben schenkt. Wie beim Valentinstag wartet auch Gott darauf, dass wir die Zeichen seiner Liebe erwidern.
Pastor Matthias Bokelmann, Rhauderfehn