Der erste Tag unserer diesjährigen Konventsfahrt liegt bereits hinter uns – und er hatte einiges zu bieten: Gemeinschaft, neue Erfahrungen, spannende Gespräche und vor allem ziemlich viel Feuer.
Von Dienstag bis Freitag sind die beruflich Mitarbeitenden unseres Kirchenkreises gemeinsam im Kloster Frenswegen unterwegs. Eine Konventsfahrt ist eine mehrtägige gemeinsame Fahrt, die Raum für Austausch, Fortbildung und Gemeinschaft bietet. Gleichzeitig nehmen wir uns Zeit, uns intensiv mit einem Thema auseinanderzusetzen.
In diesem Jahr dreht sich alles um die Erlebnispädagogik.
Drei Streichhölzer und eine Aufgabe
Der erste Tag begann mit einem Element, das wohl jede und jeder kennt – das aber noch einmal ganz neu erlebt werden kann: Feuer.
In Kleingruppen bekamen wir eine scheinbar einfache Aufgabe: Entzündet ein Feuer!
Ganz so einfach war es allerdings nicht. Zur Verfügung standen ausschließlich Materialien, die wir in der Natur finden konnten – und genau drei Streichhölzer. Mehr Versuche gab es nicht.
Schnell wurde deutlich, was eine solche erlebnispädagogische Aufgabe auslösen kann: Es braucht Absprachen und Zusammenarbeit, Ideen müssen ausprobiert und manchmal wieder verworfen werden. Und nicht immer funktioniert beim ersten Versuch alles so, wie man es sich vorgestellt hat.
Nach einem Impuls zur Geschichte und Bedeutung des Feuers ging es erneut ans praktische Ausprobieren. Diesmal sollte das Feuer nicht nur brennen, sondern auch genutzt werden: Über den selbst entzündeten Flammen wurden Brot und Äpfel gebacken.
Vom eigenen Erlebnis zur pädagogischen Praxis
Doch bei der Erlebnispädagogik geht es nicht allein um das Erlebnis. Mindestens ebenso wichtig ist die Frage, was sich daraus für die eigene Arbeit mitnehmen lässt.
Deshalb wurde anschließend gemeinsam reflektiert: Wie lässt sich eine solche Aktion mit Kindern, Jugendlichen oder Erwachsenen durchführen? Welche Themen können damit verbunden werden? Welche Möglichkeiten zur anschließenden Reflexion gibt es? Welche biblischen Geschichten und Motive rund um das Feuer bieten sich an? Und welche Materialien und Rahmenbedingungen braucht es, damit aus einer guten Idee ein gelungenes Angebot wird?
So wurde aus dem eigenen Ausprobieren nach und nach ein Werkzeugkasten mit Ideen für die praktische Arbeit.
Klostermauern und Feuer im Dunkeln
Nach dem Abendessen wechselte schließlich der Schwerpunkt. Bei einer Führung durch das Kloster Frenswegen konnten wir den besonderen Ort, an dem wir diese Tage verbringen, noch einmal näher kennenlernen.
Ganz vorbei war der Tag damit allerdings noch nicht.
Als es draußen dunkel geworden war, wartete zum Abschluss noch eine besondere kleine Einheit auf uns: Feuerspucken. Ein eindrucksvoller Abschluss für einen Tag, der ganz im Zeichen des Feuers stand.
So ging ein erster Tag voller Erfahrungen, Gespräche, Gemeinschaft und neuer Ideen zu Ende – und mit der Vorfreude darauf, was die nächsten Tage unserer Konventsfahrt noch bereithalten.
M. Neubarth