HOLLEN – Die Christuskirche in Hollen trägt ab sofort den Titel „Radwegekirche“. Die offizielle Auszeichnung erfolgte am 21. Juni im Rahmen eines Gottesdienstes durch Dr. Wolfgang Rüther, Referent der Hannoverschen Landeskirche für Kirche im Tourismus.
Bereits seit 2009 gehört die Kirche zu den „verlässlich geöffneten Kirchen“ der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Damit ist sie jedes Jahr von Ostern bis zum Erntedankfest täglich von 10 bis 18 Uhr für Besucherinnen und Besucher geöffnet. Ein entsprechendes Signet an der Eingangstür weist auf dieses Angebot hin. Nun wurde dieses Zeichen um das Symbol der Radwegekirchen ergänzt.
Die neue Auszeichnung verdankt die Kirchengemeinde ihrer Lage an der Deutschen Fehnroute. Sie richtet sich insbesondere an Radreisende, die auf ihren Touren eine Pause einlegen und neue Kraft schöpfen möchten – sowohl körperlich als auch geistlich.
An der Feierstunde nahmen unter anderem Ortsvorsteher Ulrich de Buhr sowie Julia Hoyng von der Touristik der Gemeinde Uplengen teil. Superintendent Thomas Kersten vom Kirchenkreis Rhauderfehn überbrachte ein Grußwort und überreichte der Kirchengemeinde als Geschenk eine Luftpumpe – passend zum neuen Schwerpunkt als Anlaufstelle für Radfahrerinnen und Radfahrer.
In seiner Ansprache betonte Dr. Rüther die besondere Bedeutung offener Kirchen. Sie seien Orte des Innehaltens, der Ruhe und der Heimat. Menschen erhielten hier die Möglichkeit, dem Alltag für einen Moment zu entfliehen und neue Orientierung zu finden. Den ganzen Gottesdienst können Sie unter diesem LINK nachhören.
Für Gäste hält die Christuskirche verschiedene Angebote bereit. Vor dem Altarraum stehen Sitzgelegenheiten sowie kostenloses Trinkwasser zur Verfügung. Ausliegende Schriften bieten geistliche Impulse und Informationen zur Kirche. Darüber hinaus können Besucher Lieder aus einer Liedermappe oder dem Gesangbuch auswählen und ihre persönliche Andachtszeit gestalten. Viele Gäste nutzen die Gelegenheit auch, den Kirchenraum auf sich wirken zu lassen – mit seinem Altar, der Kreuzesfigur Jesu, den farbigen Fenstern und den biblischen Worten im Altarbereich.
Trotz der Geräusche des Alltags bleibe die Kirche ein geschützter Ort der Ruhe und Besinnung, betont die Kirchengemeinde. Sie lade zur Begegnung mit Gott, mit sich selbst und mit anderen Menschen ein.
Ein besonderer Dank gilt Hanne Müller, Ute Nannen und Jenny Schliep. Durch ihr ehrenamtliches Engagement sorgen sie dafür, dass die Kirche während der Öffnungszeiten zugänglich und für Gäste vorbereitet ist.