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Vier Jahre, viele Spuren – und jetzt ein neues Kapitel! Verabschiedung von Martina Neubarth

Nachricht 27. April 2026
Foto: Engel

Ostrhauderfehn. Am Sonntag, dem 26. April, wurde Pastorin Martina Neubarth in einem nachmittäglichen Gottesdienst in der Petruskirche Ostrhauderfehn verabschiedet. Zahlreiche Gemeindemitglieder und  zahlreiche Gäste waren gekommen, um sich von der Pastorin zu verabschieden, die zum 1. Mai eine neue Stelle in der Nachbargemeinde Rhauderfehn antreten wird.

Den Gottesdienst eröffnete Pastor Holger Rieken unter dem Leitwort „Jubilate – Jubelt!“. Dabei machte er deutlich, dass nicht jedem an diesem Tag zum Jubeln zumute sei, es im Gottesdienst jedoch vor allem um den Jubel vor Gott gehe. Musikalisch wurde die Feier vom Posaunenchor und dem Singkreis gestaltet, während Lars Redemske sowie Anke Harders mit an der Gottesdienstrgestaltung beteiligt  waren.

In ihrer Predigt zeigte sich Martina Neubarth sichtlich bewegt. Gemeinsam mit ihrem Sohn Dante, den sie während eines Großteils ihrer Predigt auf dem Arm hielt, trat sie auf die Kanzel und bekannte: „Es fällt mir schwer, hier zu predigen, und es wird ein bisschen emotional.“ Beim Blick in die Gemeinde sehe sie vor allem gemeinsame Erinnerungen.

Inhaltlich stellte sie den Sonntag „Jubilate“ in den Mittelpunkt: den Jubel über die Schöpfung, die Auferstehung als Neuschöpfung und die Hoffnung auf eine neue Welt. Gleichzeitig schlug sie eine Brücke in die Gegenwart. In einer Zeit, in der Algorithmen den Alltag bestimmten und Menschen oft nur noch das wahrnähmen, was sie ohnehin hören oder sehen wollten, rief sie dazu auf, bewusst innezuhalten. Ohne „Routenplaner“ des Lebens loszugehen, Neues zu entdecken und sich auf Begegnungen einzulassen – das sei ein lohnender geistlicher Weg. Beispiele dafür fand sie in der Gemeindearbeit, etwa bei der Fahrradfreizeit oder dem lebendigen Adventskalender – immer stelle sich die Frage: Wo ist dir heute ein Herz begegnet? Besonders hob sie hier die vielen ehrenamtlich Engagierten hervor, die „einfach da waren und mitgemacht haben“. Abschließend sagte sie: „Ich gehe mit Dankbarkeit.“

Für den Kirchenkreis würdigte Superintendent Thomas Kersten das Wirken der Pastorin. Seit ihrem Beginn am 1. August 2022, aus Westfalen kommend, habe sie mit großer Kreativität und Einsatz die Gemeinde geprägt. Besonders hervorgehoben wurden ihre Arbeit in der Kinder- und Jugendarbeit – etwa Kinderkirche, Mädchenfreizeiten und das Krippenspiel – sowie ihr Engagement bei Projekten wie dem Tauffest am Hahnentanger See oder der Arbeit im „Waggon“. Auch ihre Präsenz in den sozialen Medien fand Anerkennung. Mit Blick auf die Zukunft betonte Kersten die Notwendigkeit engerer Zusammenarbeit zwischen Gemeinden: „Gott schreibt weiter – es geht weiter.“

Im Anschluss folgten zahlreiche Grußworte. Die stellvertretende Bürgermeisterin Tina Bents  lobte insbesondere Neubarths Fähigkeit, Menschen – vor allem Kinder und Jugendliche – zu begeistern. Johann Penning ließ für den Männer- und Frauenkreis gemeinsame Erinnerungen Revue passieren. Jugendliche und Vertreter der Konfirmandengruppen dankten auf persönliche Weise für Offenheit, Zuhören und die Förderung ihrer Talente.

Ein besonderer Moment war das Grußwort von Frerich Dreesch-Rosendahl aus der Dreieinigkeitsgemeinde Rhauderfehn, der augenzwinkernd den „Elefanten im Raum“ ansprach: den Wechsel zwischen zwei traditionell eher distanzierten Nachbargemeinden. Er schloss augenzwinkernd mit den Worten: „Herzlichen Dank, dass wir Martina miteinander teilen dürfen.“

Auch musikalisch gab es besondere Akzente: Der Posaunenchor spielte eine eigens einstudierte „Entrada in F“. Elke Bunger fand in Liedzeilen bewegende Worte des Dankes und machte deutlich, wie sehr Martina Neubarths Arbeit geschätzt wurde.

Im Anschluss an den Gottesdienst kamen die Gäste im Gemeindehaus zusammen. Bei einem reichhaltigen Kuchenbuffet wurde weiter erinnert, erzählt und Abschied genommen. Das große Interesse zeigte sich auch daran, dass das Gemeindehaus bis auf den letzten Platz gefüllt war.