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Die Soeste in Barßel – Jordan Holiday@pixabay

Einhorn trifft Winterkirche: Gelungener Auftakt der Gottesdienstreihe in Steenfelde

Nachricht 16. Januar 2026

Einhorn trifft Winterkirche: Gelungener Auftakt der Gottesdienstreihe in Steenfelde

Einhörner im Winter Foto: Kim Hansen

Steenfelde. Bei herrlichem Winterwetter und strahlender Kälte startete am vergangenen Sonntag die Winterkirche in der Kirche zu Steenfelde. Unter der thematischen Überschrift „Einhörner“ bildete dieser Gottesdienst den Auftakt zu einer vierteiligen Reihe in Westoverledingen (Einhörner, Zauberer, Drachen, Bremer Stadtmusikanten). Bereits der erste Termin zeigte eindrucksvoll, wie lebendig und einladend Kirche auch mitten im Winter sein kann.

Trotz Schnee und frostiger Temperaturen fanden sich knapp 100 Besucherinnen und Besucher ein – genau 99 –, nachdem zuvor Wege und Plätze geräumt worden waren. Die gut gefüllte Kirche setzte ein starkes Zeichen für Gemeinschaft und Verbundenheit.

Im Mittelpunkt des Gottesdienstes stand der Predigttext aus Kolosser 3,12–17. Die Predigt griff ein ungewöhnliches, aber eindrückliches Bild auf: die Welt der Einhörner – bunt, geheimnisvoll, manchmal pummelig oder grummelig, mit Flügeln oder schneller als der Wind. Einhörner faszinieren, können aber auch den Blick verstellen, wie ein dichter Wald, in dem man vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr sieht. Passend dazu stand noch der Weihnachtsbaum hinter der Predigerin – ein sichtbares Zeichen für Übergänge und Neubeginn.

Gerade zu Beginn eines neuen Jahres, so der Gedanke, sortieren sich viele Menschen neu. Es ist eine Zeit, in der die Chance besteht, klarer zu sehen. Inmitten von Unsicherheit und der Frage, wie Leben gelingen kann, bietet der christliche Glaube Orientierung – ganz ohne Glitzer, ohne Farbpalette und Mähnenkamm, dafür mit klaren und feinen Konturen. Der Predigttext beschreibt diese Orientierung als ein „Anziehen“ von Erbarmen, Freundlichkeit, Demut, Sanftmut, Geduld und vor allem Liebe.Dabei ging es nicht darum, im christlichen Leben das „letzte Einhorn“ zu sein oder zu bleiben, sondern um Gemeinschaft und die Sehnsucht nach Gemeinschaft. Einhörner tragen selbstbewusst ihr einziges Horn. Christinnen und Christen, so die Predigt, werden vom Glauben getragen: Gott sieht uns an – und wir sehen einander. In seinem Geist der Liebe, selbstbewusst, erkennbar auf unseren Wegen, in einem bunten Miteinander, mit Raum für Sehnsüchte und Träume.

Viele besondere Momente prägten diesen Gottesdienst: Die Begrüßung erfolgte bereits „einhornmäßig“, liebevoll und kreativ (siehe Fotos). Zahlreiche Ehrenamtliche hatten gebacken und gebastelt – für die Kirche und den anschließenden KirchenKaffTee. Die Klaviermusik von Olga Renz begeisterte die Gemeinde und trug wesentlich zur besonderen Atmosphäre bei. Ein weiterer festlicher Höhepunkt war die Einführung der neuen Küsterin Trienette Hoffmann.

Beim anschließenden KirchenKaffTee zeigte sich erneut, was diesen Winterkirchenauftakt ausmachte: ein volles Haus, lebendige Gespräche und spürbare Gemeinschaft. So begann die Gottesdienstreihe in Westoverledingen mit Wärme, Begegnung und einer Hoffnung, die auch im Winter trägt.