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Klangvolle Reise durch Frankreichs Kirchenmusik

Nachricht 12. April 2026

Konzertkritik: „Mon Cœur languit“ in der Hoffnungskirche Westrhauderfehn

Foto: Engel

Westrhauderfehn. Rund 100 Zuhörer fanden sich am späten Samstagnachmittag in der Hoffnungskirche Westrhauderfehn ein, um ein besonderes Konzert französischer Chor- und Orgelmusik zu erleben. Der Demantius-Chor Oldenburg präsentierte unter der Leitung von Dorothee Bauer ein gut einstündiges Programm, das stilistisch den Bogen von der Gregorianik bis ins 20. Jahrhundert spannte.

Der 26-köpfige Chor, ganz in Schwarz gekleidet, überzeugte von Beginn an durch einen homogenen und ausgewogenen Gesamtklang. Besonders in den zahlreichen a-cappella vorgetragenen Werken zeigte sich die große klangliche Disziplin des Ensembles: sauber geführt, intonationssicher und mit bemerkenswerter Transparenz. Die schlichte, dabei ausdrucksstarke Linienführung der französischen Chormusik kam so eindrucksvoll zur Geltung.

Dorothee Bauer leitete den Chor mit sensibler Gestik und spürbarer musikalischer Klarheit. Ihr Dirigat zeichnete sich durch einen engen Kontakt zu den Sängerinnen und Sängern aus, wodurch differenzierte Dynamik und feine klangliche Abstufungen möglich wurden.

Bereichert wurde das Programm durch dezente Orgelbegleitungen sowie solistische Beiträge von Thomas Meyer-Bauer, der mit Werken aus der französischen Barocktradition klangliche Kontraste setzte und dem Konzert zusätzliche Farbe verlieh.

Das Publikum dankte den Ausführenden mit lang anhaltendem Applaus. In persönlichen Gesprächen nach dem Konzert wurde die große Freude über diese stimmungsvolle und klanglich überzeugende Stunde französischer Musik vielfach zum Ausdruck gebracht.