Am 8. März fand in der Hoffnungskirche in Rhauderfehn ein besonderer Gottesdienst statt, der ganz im Zeichen der Musik der britischen Rockband Queen stand. Die Veranstaltung war sehr gut besucht und zeigte eindrucksvoll, wie sich Rockmusik und geistliche Impulse miteinander verbinden lassen.
Die musikalische Leitung lag bei Popkantor Andreas Schley, der zugleich durch den Abend führte und die Predigt hielt. Unterstützt wurde er von der Verdener Kirchenkreis-Band. Zu ihr gehören:
- Frauke Hofer – Querflöte
- Uwe Mindermann – Gesang
- Matthias Schröder – Schlagzeug
- Christoph Maaß – Bass
Gemeinsam sorgten sie für eine eindrucksvolle musikalische Gestaltung des Gottesdienstes.
Queen-Songs im Gottesdienst
Im Laufe des Abends erklangen mehrere bekannte Titel aus dem Repertoire von Queen. Die Songs wurden von der Band neu interpretiert und in den Gottesdienst eingebettet.
Zu hören waren unter anderem:
- We Will Rock You
- Don’t Stop Me Now
- This Could Be Heaven
- Who Wants to Live Forever
- Bohemian Rhapsody
- The Show Must Go On
- Somebody to Love
Die bekannten Melodien luden zum Zuhören, Mitsummen und Nachdenken ein und verliehen dem Gottesdienst eine besondere Atmosphäre.
Die Band Queen
In seiner Predigt ließ Andreas Schley auch die Geschichte der Band Revue passieren. Queen wurde 1970 gegründet und entwickelte sich schnell zu einer der erfolgreichsten Rockbands der Welt.
Die klassische Besetzung bestand aus vier Musikern:
- Freddie Mercury – Gesang, Klavier
- Brian May – Gitarre
- Roger Taylor – Schlagzeug
- John Deacon – Bass
Alle vier Mitglieder schrieben Songs – etwas, das für Rockbands eher ungewöhnlich ist und den vielseitigen Sound von Queen entscheidend prägte.
Zwischen 1974 und 1991 verkaufte die Band über 200 Millionen Alben und galt als eine der erfolgreichsten Livebands ihrer Zeit. Besonders erinnerte Schley an zwei große Konzertmomente der Bandgeschichte: Das Konzert 1985 in Rio de Janeiro vor rund 300.000 Zuschauern sowie im selben Jahr den legendären Auftritt beim Live Aid Event im Londoner Wembley-Stadion.
Die Herkunft von Freddie Mercury
Ein weiterer Teil der Predigt beschäftigte sich mit der besonderen Herkunft des Sängers Freddie Mercury. Anders als viele vermuten, stammte er nicht aus London oder New York. Geboren wurde er auf Sansibar und trug ursprünglich den Namen Farrokh Bulsara.
Seine Eltern, Bomi Bulsara und Jer Bulsara, gehörten zur Gemeinschaft der Parsen, die ursprünglich aus Indien stammen. Die Familie praktizierte den Zoroastrianism, eine der ältesten monotheistischen Religionen der Welt.
Mercury selbst betrachtete Religion als Privatsache. Dennoch lassen sich in manchen seiner Songtexte durchaus Anklänge an religiöse Fragen erkennen: Schuld, Hoffnung, Liebe und die Sehnsucht nach einem Leben über den Tod hinaus.
Hoffnung über das Leben hinaus
Andreas Schley griff diese Gedanken in seiner Predigt auf. Er verwies darauf, dass viele Queen-Songs Fragen nach dem Sinn des Lebens, nach Liebe und nach der Vergänglichkeit stellen.
Dabei knüpfte er an einen biblischen Gedanken an: "Alles hat seine Zeit". Das Leben ist begrenzt, und kein Mensch kann alles mitnehmen.
Doch im Vertrauen auf Gott, so Schley, dürften Christen darauf hoffen, im ewigen Leben geborgen zu sein. In diesem Sinne griff er auch die Frage aus dem Song "Who Wants to Live Forever" auf: Der Wunsch nach Ewigkeit sei letztlich Ausdruck der Sehnsucht nach Gottes Nähe.
Der außergewöhnliche Gottesdienst verband so Rockmusik, Lebensfragen und christliche Hoffnung und hinterließ bei vielen Besucherinnen und Besuchern einen nachhaltigen Eindruck. Die beeindruckende Kirchenkreisband aus Verden wurde mit kräftigem Applaus vom Publikum noch zu mehreren Zugaben animiert und konnte erst dann die Rückreise antreten.