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Zwischen Lampenfieber und Begeisterung: "Das lebendige Buch" in der Hoffnungskirche

Nachricht 09. Juni 2026
Foto: Engel

Rhauderfehn. Wer am Sonntag die Hoffnungskirche betrat, konnte schnell spüren: Hier lag etwas in der Luft. Ein wenig Aufregung, eine Portion Lampenfieber und vor allem große Vorfreude. Die Musicalgruppe unter der Leitung von Kirchenkreiskantorin Heike Kieckhöfel brachte das Kindermusical „Das lebendige Buch“ auf die Bühne – und begeisterte damit ihr Publikum.

Neun Mädchen und ein Junge erzählten singend und spielend die biblischen Geschichten von Noah, Abraham, Josef, Mose und Jona. Bei drei Songs waren dann auch noch die sieben jüngsten Sängerinnen und Sänger dabei. Es wurde deutlich, wie viel Arbeit und Vorbereitung in einer solchen Aufführung stecken. Wann habe ich meinen Einsatz? Welche Requisite brauche ich für die nächste Szene? Und wie lautete noch einmal die nächste Textzeile? Fragen wie diese begleiten jede Musicalproduktion – besonders dann, wenn viele junge Menschen gemeinsam auf der Bühne stehen.

Doch genau darin lag auch der besondere Reiz des Nachmittags. Die Zuschauer erlebten eine Gruppe, die mit viel Herzblut bei der Sache war. Kleine Unsicherheiten wurden mit einem Lächeln überspielt, spontane Lösungen fanden sich fast wie von selbst, und immer wieder war die Freude der Mitwirkenden spürbar, wenn eine Szene gelang oder ein Lied erfolgreich zu Ende gebracht wurde.

Kirchenkreiskantorin Heike Kieckhöfel hielt dabei die vielen Fäden zusammen. Sie koordinierte Gesang, Spiel, Einsätze und Abläufe und schuf einen Rahmen, in dem die jungen Darstellerinnen und Darsteller ihre Talente entfalten konnten. Die große Herausforderung einer solchen Produktion wurde für das Publikum kaum sichtbar – wohl aber das Ergebnis: eine lebendige, fröhliche und engagierte Aufführung.

Das Musical „Das lebendige Buch“ stammt aus der Feder der Komponistin und Autorin Ruthild Eicker-Grothe. Mit eingängigen Melodien und modernen Rhythmen lässt es bekannte biblische Geschichten lebendig werden. Genau das gelang auch in der Hoffnungskirche: Die jungen Mitwirkenden füllten die Rollen mit Leben und nahmen die Besucher mit auf eine Reise durch die Welt der Bibel.

Am Ende stand verdienter Applaus. Nicht die Perfektion machte den Nachmittag besonders, sondern die sichtbare Freude am gemeinsamen Musizieren und Spielen. Und vielleicht war genau das die wichtigste Botschaft dieser Aufführung: Dass Gemeinschaft wächst, wenn Menschen gemeinsam etwas wagen – und dabei entdecken, was alles möglich ist.