Leer-Loga. Unter dem Motto „Austausch verbindet“ trafen sich die Mitarbeitenden der Psychosozialen Notfallversorgung (PSNV) des Landkreises Leer und der Notfallseelsorge auf der Feuerwache in Leer-Loga zu einer gemeinsamen Begegnung. Bei hochsommerlichen Temperaturen, gekühlten Getränken und gegrillter Bratwurst stand vor allem eines im Mittelpunkt: das persönliche Kennenlernen in lockerer Atmosphäre und der Austausch über die gemeinsame Arbeit für Menschen in Krisensituationen.
Die Psychosoziale Notfallversorgung unterstützt Menschen nach belastenden Ereignissen wie schweren Unfällen, plötzlichen Todesfällen, Bränden oder anderen Notlagen. Sie begleitet Betroffene, Angehörige und Zeugen unmittelbar nach einem Ereignis und hilft dabei, erste Orientierung und Stabilität in einer Ausnahmesituation zu finden.
Die Notfallseelsorge leistet ebenfalls Beistand in akuten Krisen. Ihre Mitarbeitenden sind rund um die Uhr erreichbar und begleiten Menschen unabhängig von ihrer religiösen Zugehörigkeit. Sie hören zu, halten Belastungen mit aus, unterstützen Angehörige bei Todesnachrichten und bieten Raum für Trauer, Fragen und Hoffnung.
Obwohl beide Dienste häufig gemeinsam im Einsatz sind und regelmäßig miteinander telefonieren, fehlt im Alltag oft die Gelegenheit, sich persönlich zu begegnen. Umso wertvoller war das Treffen in Leer-Loga. „Jetzt habe ich endlich ein Gesicht zu dem, den ich sonst häufig nur am Telefon erreiche“, lautete eine der vielfach gehörten Rückmeldungen des Abends.
Zu den Gästen zählten auch die Superintendenten des evangelisch-lutherischen Kirchenkreises Emden-Leer, Dr. Frank Mertin und des evangelisch-lutherischen Kirchenkreises Rhauderfehn, Thomas Kersten. Darüber hinaus nahmen Vertreterinnen und Vertreter der evangelisch-reformierten Kirche aus dem Rheiderland an der Veranstaltung teil.
In lockerer Atmosphäre entwickelten sich zahlreiche Gespräche über Erfahrungen aus Einsätzen, Herausforderungen in der Begleitung von Menschen in Krisen sowie über die unterschiedlichen Strukturen und Arbeitsweisen der beiden Dienste. Dabei wurde deutlich, wie ähnlich die Aufgaben von PSNV und Notfallseelsorge in vielen Bereichen sind und wie wichtig gegenseitiges Verständnis und Vertrauen für eine gute Zusammenarbeit sind.
Der Nachmittag zeigte eindrucksvoll, dass funktionierende Netzwerke nicht allein durch organisatorische Abläufe entstehen, sondern vor allem durch persönliche Begegnungen. Die Teilnehmenden waren sich einig: Wer sich kennt, arbeitet im Einsatzfall noch besser zusammen, getreu dem Motto „Austausch verbindet“.