„Die Wahrheit wird euch frei machen“

Nachricht 11. Juni 2019

16. Ökumenischer Pfingstgottesdienst

Auch in diesem Jahr war der traditionelle Gottesdienst am Pfingstmontag auf dem Marktplatz in Westrhauderfehn bestens besucht. Über 500 Gläubige aller Konfessionen fanden sich ein und feierten unter freiem Himmel miteinander das Pfingstfest. Die Einladung dazu folgte vom ökumenischen Arbeitskreis Rhauderfehn (evang.-luth. Kirchengemeinden Backemoor-Breinermoor, Collinghorst, Langholt, Ostrhauderfehn, Rhaude und Westrhauderfehn und die katholische Gemeinde St. Bonifatius Westrhauderfehn) in diesem Jahr unter dem Motto „Die Wahrheit wird euch frei machen.“

Pastorin Karolin Eckstein (Ostrhauderfehn) erzählte von einer kuriosen Begebenheit und endete mit der Frage: „Wie sollen wir wissen, was wir glauben können, wenn wir nur einen Ausschnitt zu sehen bekommen?“ Diesen Standpunkt griff Superintendent Bohlen in seiner Predigt wieder auf. Er erinnerte daran, dass gerade an Pfingsten man sich vor Augen führen könne, dass wir Menschen die Wahrheit nicht für uns gepachtet haben. In einer Zeit von „Alternativen Fakten“ solle man sich eine gesunde Skepsis bewahren: „Seid skeptisch gegenüber allen einfachen Wahrheiten. Wenn es um die Dinge des Lebens und des Glaubens geht, ist nicht alles schwarz oder weiß.“

Erfreut zeigte er sich darüber, dass den Kirchen auf dem Fehn die geschwisterliche Gemeinschaft von Beginn an in die Wiege gelegt wurde. Eine Urkunde von Friedrich dem Großen belegt, dass seit Gründung vor 250 Jahren beide Konfessionen geplant waren. Dieses Miteinander finde alljährlich seinen Höhepunkt im Ökumenischen Pfingstgottesdienst, so Bohlen.

Musikalisch begleitet wurde der Pfingstgottesdienst vom Chor „Molekül“ der St. Bonifatius-Gemeinde unter Leitung von Natalie Meinders, dem vereinigten Posaunenchor der beteiligten Gemeinden unter Leitung von Dr. Jürgen Burgstett sowie von Jantje Goudschaal auf der Querflöte.

Die Kollekte wurde für die Päpstliche Stiftung ‚Kirchen in Not‘ gesammelt, insbesondere für die verfolgte Kirche in Sri Lanka.

Im Anschluss blieben zahlreiche Gottesdienstbesucher auf dem Marktplatz bei Kaffee und Gebäck zusammen.