Von Vinaya Kapuram bis nach G.K. Padu Teil 1

Nachricht 29. Januar 2019

Morgens geht es früh raus. Wir machen noch ein Abschiedsfoto mit den Hostelkindern von Vinaya Kapuram, dann verabschieden wir uns.

Erste Fahrt: nach Kukunur. Hier wohnen Saibabu (der uns 2013 in Rhauderfehn besucht hat) und seine Frau Gloria, die Leiterin einer Parish ist. Von den 10 Parishes der GSELC werden nur zwei von Frauen geleitet: die von Esther Rani und die von Kukunur, von Pastorin Gloria. Sie hat zwei Kinder mit Saibabu: sie sind 19 und 21 Jahre alt. Saibabu ist vom ehemaligen Kirchenleiter (rechte Hand von Johnkanth) zum Leiter eines Subcenters der Kukunur Parish degradiert worden. Daran hat er ziemlich zu knacken. Formell ist seine Frau jetzt seine Chefin...

In Kukunur gibt es zwei Compounds: den Compound mit der Kirche (gehörte von Anfang an der Good Shepherd Kirche) und der Compound mit dem großen Hostel (gehörte eigentlich der Good Samaritan Kirche), nur durch einen Fußweg vom Kirchen-Compound getrennt. Durch einen Beschluss des Kirchspiel-Vorstandes (Parish Council) wurde der Hostel-Compound ebenfalls der Good Shepherd Kirche zugesprochen. Kaum hatte sie angefangen, das Hostel darauf zu betreiben, klagte die Good Samaritan Kirche vor Gericht dagegen. Fazit: das Hostel gammelt jetzt vor sich hin und ist ein leerer Bau. Sehr, sehr schade! Jetzt wird es nur noch kurze Zeit dauern, und Hostel und die schöne Kirche werden in den Fluten des Staudammes versinken...

Kukunur gehört, wie alles, was wir in den nächsten 40 Kilometer Straße sehen, zu dem Gebiet, das im Staudamm untergehen wird. Doppelt schwierig für Gloria und Saibabu, die beide Dallits sind – sie werden ausgesiedelt irgendwohin außerhalb des Stammes-gebietes, weil sie keine tribals sind. Gemeinde (tribals) und Pastorin / Pastor werden getrennt.

Henning Behrends