In Chennai (Madras)

Nachricht 23. Januar 2019

Morgens um 4:35 Uhr deutscher Zeit kommen wir in Chennai an. Es ist allerdings schon 8:05 Uhr indischer Zeit – Indien ist uns Deutschen immer viereinhalb Stunden voraus.  Die Nacht über haben wir nur „in kleinen Portionen“ geschlafen, sind aber im Wesentlichen wach geblieben. Bei Ankunft ist es hell, etwa 22 Grad warm, schwül und diesig. Ich ziehe schnell meine warmen Sachen von Deutschland aus.

Am Ausgang warten Ute Penzel, unsere Reiseleiterin und Indien-Expertin des ELM und der Missionsdirektor des ELM, Pastor Michael Thiel auf uns. Sie haben gestern eine Partnerschaftsgruppe aus der Braunschweiger Kirche verabschiedet, die die TELC besucht haben, die Tamil Evangelical Lutheran Church.

Mit dabei ist „Manni“, der Fahrer unseres Kleinbusses, den man „tempo traveller“ nennt. Über eine Stunde fahren wir, dann kommen wir im Hotel an. Unsere Augen gewöhnen sich wieder an den Linksverkehr, die vielen Motorräder im Straßenbild, die Tuck-tucks (gelbe, dreirädrige kleine Taxis) und die neue S-Bahn, die massiv-betonmäßig von Chinesen ins Stadtbild hineingebaut wurde („Metro“).

Kurz vor dem Mittag geht es weiter – Geldtauschen. In einer Geldwechselstube erhalten wir 80 Rupien für einen Euro. Im Anschluss essen wir zum ersten Mal indisch – Chicken Biryani und anderes. Lecker! Hier darf man noch mit Messer und Gabel essen.

Nachmittags dann zum St. Thomas – Berg, einem heiligen Berg in der Stadt, auf dem der Legende nach der Apostel Thomas von einem Heiden umgebracht wurde. Hier steht eine kleine katholische Kirche, umgeben von den Örtlichkeiten eines Wallfahrtsortes. Papst Johannes Paul II war schon hier und manche Bischöfe aus dem In- und Ausland. Wir entdecken auch eine moderne Skulptur unter einem heiligen Baum: „Homeless Jesus“ – eine Figur, die auf einer Parkbank schläft, gedacht als Ort des Gebetes. Sehr eindrücklich – so ein Jesusbild habe ich noch nie gesehen. Von hier oben hat man einen weiten Blick über die ganze Stadt....

Nach Dunkelwerden um 18.30 Uhr kommen wir bei einem großen Einkaufszentrum an. Wir kaufen Geschenke für die Kinder aus unseren Wohnheimen ein: bunte Stifte, Schreibhefte, Anspitzer etc. Es werden zwei große Kartons, die sich dabei füllen.

Zum Abschluss ein Essen in dem wunderschönen Restaurant „Amethyst“, das wie ein in den Urwald hineingebautes Restaurant gestaltet worden ist.

Henning Behrends