March of Jerusalem

Nachricht 29. September 2018

Christen setzen ein Zeichen der Solidarität mit Israel

March of Jerusalem Foto: Gerd Bohlen

Ein weiteres Ereignis: 7.000 Christen machen einen mehrstündigen Marsch durch das westliche Jerusalem. Sie wollen ihre Freundschaft zu Israel demonstrieren, viele auf dem Hintergrund der biblischen Verheißungen für das Volk Gottes, manche sehen die Aktion als politische Solidaritätsbekundung. Andere kommen mit missionarischer Intention, damit die Juden Jesus als Messias anerkennen.

Jedes Jahr findet dieses internationale Fest statt; aufgrund der 70-Jahr Feier des Staates Israel waren es in diesem Jahr mehr als sonst. Die Teilnehmer u. Teilnehmerinnen kamen aus über 100 Ländern; die größte Gruppe mit 900 Menschen aus Brasilien – was meine Mitbewohner in dem Kloster Ratisbonne, wo ich untergekommen bin, ganz besonders gefreut hat: Drei von ihnen kommen aus Brasilien.

Superintendent Gerd Bohlen beim March of Jerusalem Foto: Privat

Alle Nationen präsentieren sich bei dem Marsch in den landestypischen Farben, schwenken ihre Fahnen und bieten etwas dar von ihren Traditionen. Alle bringen zum Ausdruck: Wir lieben das Volk Israel; wir glauben an Gottes Zusagen für das Volk. „We are supporting an praying for Israel,“ sagte eine Frau aus den USA im Interview mit der Jerusalem Post. „We are coming to bring Jesus, the Lord, to the people.“ Und genau das ist für manche orthodoxe Juden ein Anstoß. Sie warnen ihre Synagogenmitglieder vor dieser Veranstaltung, weil die Organisatoren die Absicht hätten, Juden zum Christentum zu bekehren. Das nun wiederum dementieren die Verantwortlichen! ---

Schon sind wir mitten in der Diskussion des Themas, das ich hier näher beleuchten soll: Wie ist das Verhältnis zwischen Juden und Christen? Akzeptieren die sich gegenseitig oder betrachten sie sich als defizitär? Was meinen wir, wenn wir bekennen: Wir achten die bleibende Erwählung des jüdischen Volkes? Werden die Juden gerettet, ohne an Jesus zu glauben? ….

Es ist und bleibt spannend ….

Und dann das noch: Mitten in dem Gewusel und ohne dass wir von einander wussten treffe ich Schwester Gertrud Wilken aus Detern!! So wurde auf diesem ‚Feast of Tabernacles March‘ sogar noch plattdeutsch gesprochen: „Ostfreesen sünd överall! …“

Shalom - L'Shana Haba'ah B'Yerushalayim ( לשנה הבאה בירושלים ) – Nächstes Jahr in Jerusalem.

Euer Gerd Bohlen